Sonntag, 23. Oktober 2016

Sieben Sachen #18

Endlich habe ich es wieder geschafft, bei den Sieben Sachen mitzumachen. Allsonntäglich fotografieren Blogger*innen was sie mit ihren Händen so gemacht haben – egal ob fünf Minuten oder fünf Stunden lang. Wie immer werden die Sieben Sachen bei Anita von Grinsestern gesammelt. Die Idee hatte einst Frau Liebe.

In den letzten Wochen bin ich einfach nicht zum Bloggen gekommen, so ist das eben manchmal. Dafür habe ich es heute wieder geschafft, einige sonntägliche Aktivitäten festzuhalten. Das erste Mal mit dem neuen Objektiv, das Arthur mir vor zwei Wochen zum Geburtstag geschenkt hat. Endlich eins mit Festbrennweite! Seitdem habe ich deutlich mehr Fotos gemacht, also zuvor, vor allem natürlich von meinen Lieblingsobjekten, den Miezen. Ob auch bei den sieben Sachen ein Katzenbild dabei ist?


1. Kaffeekochequipment abgewaschen. Wegen schlechtem Wasserdruck im Bad. Leider versiegte das Wasser nach einer Weile ganz und kehrte bis jetzt nicht wieder. Das ist erst Mal nicht so tragisch, weil ein indonesisches Badezimmer zu einem Großteil aus einem Wasserbehältnis besteht. Das kann eine Art gemauerte Wanne sein oder, wie bei uns, ein großer Eimer. Der war zum Glück voll. Jetzt ist er es nicht mehr, das Wasser darf gern bald mal wiederkommen. Abgestellt war es ja schon oft mal und letzte Woche das erste Mal mit Ankündigung! Es hieß, man baue eine neue Pumpe ein. Na, von der haben wir uns aber deutlich mehr versprochen. Nächstes Mal ziehen wir in ein Haus mit Brunnen!


2. Jackfruchtbäumchen bestaunt. Ja ja, in meinem Garten gedeiht eine zukünftige Obstplantage. Alle fünf Nangka-Kerne sind gekeimt, das Pflänzchen hier ist am größten. Die Blätter sind recht hart und ein bisschen ledig und der Stamm klebrig, da bleiben jede Menge Katzenhaare dran hängen. Ich mag ausgewachsene Jackfruchtbäume sehr gern, die haben irgendwie so was wildes, ursprüngliches an sich und die Früchte wachsen am Stamm. Muss ich mal ein Foto von machen.

(Apropos wild. Eben schwirrte ein gigantischer Käfer um die Wohnzimmerlampe und klang dabei wie ein mittlerer Hubschrauber. Ein Schreck in der Abendstunde.)


3. Foto von Manfred geknipst. Hach, er ist ja schon fotogen, aber mit dem neuen Objektiv noch hundertmal mehr. Und das weiß er auch genau.


4. Regenwolken entdeckt. Waren ja auch sehr auffällig. Die Regenzeit ist nämlich wieder da und ganz weg war sie ja eh nie. Letzte Woche blieben wir zum Glück von allzu schlimmem Regen verschont. Das war gut, denn wir waren insgesamt vier Mal in der Einwanderungsbehörde, um mein Visum zu verlängern. Zwei Mal umsonst, einmal schon morgens um sechs (um in der Schlange ganz vorn zu sein) und einmal zum Bezahlen, weil die Strategie von Tag drei aufgegangen war. Es werden nämlich nur noch 30 Anträge pro Tag bearbeitet und dazu war es ungewöhnlich voll in den letzten Wochen. Beim Warten habe ich ausgerechnet, dass wir für die vergangenen zwölf Visumsverlängerungen mindestens 1000 Kilometer zurückgelegt haben. Beeindruckend.


5. Schüssel rausgestellt. Der Vorrat wurde langsam knapp, da kann ein bisschen Gratiswasser nicht schaden. Zum Duschen oder Zähneputzen würde ich es jetzt nicht nehmen, aber zum Klo spülen reicht's. Sollte das Wasser gar nicht wiederkommen, können wir bei Arthurs Mama duschen gehen. Aber ärgerlich ist es trotzdem, denn wir wollten heute eigentlich lecker kochen.


6. Farben gewechselt. Ich habe noch nie irgendwas mit Muster oder so gestrickt, immer nur Socken mit Sockenwolle, die praktischerweise ihre Farben selbstständig ändert. Aber es klappt überraschend gut. Mittlerweile ist es fast fertig. Und ich freu mich schon auf's nächste Projekt!


7. Mango gegabelt. Die Mangosaison hat begonnen, das ist fast so gut, wie Erdbeerzeit in Deutschland. Die hier war so gut, dass ein früheres Foto nicht möglich war. Wusstet Ihr, dass es ganz viele verschiedene Mangosorten gibt? Runde und längliche, mit orangener oder grüner Haut, eher süß oder herb, und so weiter. Ein Mangobaum fehlt in meiner Sammlung noch, aber sicher nicht mehr lange.

Das war also mein nicht sehr aufregender, verregneter und trotzdem trockener Sonntag mit Mango. Und nun hoffe ich, dass es im Bad bald wieder sprudelt und wir doch noch kochen können. 

Euch allen eine schöne Woche!









Kommentare:

  1. Manfred ist so ein Hübscher! <3

    Dein Sonntag ist für mich durchaus interessant - so in Mitteleuropa wohnend ist ja das Wasser nicht unbedingt einfach mal weg. Ich drücke die Daumen, dass es bald wiederkommt!

    Dass es verschiedene Sorten Mango gibt, wusste ich natürlich auch nicht. Eigentlich doof, jetzt wo ich recht darüber nachdenke, es ist ja bei den meisten Früchten usw. so. Schade, dass man in Deutschland nur so einen Bruchteil davon mitbekommt und einem so viele Sorten entgehen.

    Liebe Grüße,
    Sabrina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, Manfred ist wirklich schön und dessen ist er sich durchaus bewusst :D Letztens hat er meine Stricknadeln angekaut, aber ich konnte ihm einfach nicht böse sein.

      Das Wasser kam dann gegen acht Uhr abends wieder, wir mussten also niemandem einen Duschbesuch abstatten. Ich nehme das irgendwie recht gelassen. Letztes Jahr hatten wir fast jeden Sonntag keinen Strom, das fand ich viel schlimmer.

      Mit den Mangosorten ging es mir auch so, ich dachte, es gibt halt Mango und gut ist. Bei Bananen ist es ähnlich. Dafür war Arthur überrascht, als ich ihm von den verschiedenen Apfel- und Erdbeersorten erzählt habe. So kann man eben immer da, wo man gerade ist, die Vielfalt entdecken :)

      Liebe Grüße
      Steffi

      Löschen

Wenn ihr mir etwas sagen möchtet, eine Frage habt oder euch einfach nur mein Text gefallen habt, dann schreibt einen Kommentar. Danke schön!