Sonntag, 3. Juli 2016

Sieben Sachen #11

Auch an diesem Sonntag habe ich wieder Bilder von sieben Dingen gemacht, für die ich meine Hände gebraucht habe. Ob für fünf Minuten oder fünf Stunden, ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe. Die sieben Sachen werden bei Anita von Grinsestern gesammelt.

Eine nicht besonders aufregende Woche liegt hinter mir. Zur Zeit hat mich die Häkelfreude fest in ihren Klauen und wenn ich nicht tippe, dann wird die Häkelnadel geschwungen. Wir hatten zweimal längere Stromausfälle, so dass ich einmal bei Arthur im Café war, um dort zu arbeiten. Das war auch ganz nett, aber leider liegt das Café an einer sehr stark befahrenen Straße und die Auspuffstäube hinterlassen immer einen schwarzen Film auf meinem Rechner. Und natürlich nicht nur dort!
Nächste Woche werde ich öfter mal offline sein, denn Arthur hat eine ganze Woche frei! Schließlich ist Idul Fitri, das sind gleich mehrere Feiertage, an denen das Ende des Ramadans gefeiert wird und von der Bedeutung her etwa so wichtig wie Weihnachten in Deutschland. Alle essen Kekse und geben ihren 13. Monatslohn aus, um Klamotten und Geschenke zu kaufen. Überall ist spezieller Ramadan-Ausverkauf (auch im Wollgeschäft, hihi) und am allerwichtigsten: Alle fahren nach Hause zu ihren Familien. Pulang kampung (= "nach Hause aufs Dorf fahren") hat bereits begonnen. Die Straßen sind voller beladener Autos, Mopeds und Busse, Flug- und Zugtickets sind schon seit Wochen ausverkauft und in Jogja sieht man schon jetzt lauter Fahrzeuge mit Kennzeichen von außerhalb. Am krassesten macht sich pulang kampung in Jakarta bemerkbar, schließlich sind die allermeisten zwar zum Arbeiten dort, kommen aber eigentlich aus anderen Teilen Indonesiens: Rund 86% der Einwohner Jakartas verlassen über die Feiertage die Hauptstadt! Das muss man sich mal vorstellen! 

Heute war ein recht ruhiger Sonntag, ich bin seit gestern erkältet und habe heute nicht viel gemacht. Für sieben Fotos hat es dann aber doch gereicht. Seht selbst!


1. Am Minion-Auge gehäkelt. Ich bin schon längst Expertin im Magic-Ring-häkeln, so oft wie ich das blöde Auge schon wieder aufgedröselt habe. Auch der Versuch auf dem Bild wurde wieder aufgeribbelt, aber inzwischen hab ich es wohl hingekriegt. Dann kann ich hoffentlich bald ein Foto vom fertigen Stuart zeigen!


2. Erde im Blumentopf aufgefüllt. Nina und Manfred haben immer so Phasen, in denen sie einander vollkommen wildgeworden durch die Gegend jagen. Dabei wird ordentlich miaut und auf nichts Rücksicht genommen. Mal rennen sie mir gegen die Beine und natürlich wird dabei der ein oder andere Topf umgeschubst. Aber dann entdecke ich sie, wie Manfred Ninas Kopf putzt und sie zusammen chillen und das ist immer so niedlich, dass jeder Ärger vergessen ist.


3. Zwei der drei verbliebenen Blätter vom Feigenbaum abgeschnitten. Wie man sehen kann, hat die Feige Rost. Das ist ein Pilz, der es gern feuchtwarm mag und dem auch starke Niederschläge nichts ausmachen. Die Feige dagegen findet zu viel Regen weniger toll. Blöderweise regnet es mehrmals die Woche heftig (wo bleibt bloß die Trockenzeit?) und da muss sie jetzt eben durch. 


4. Nina angestupst. Nach dem Toben wird ein Nickerchen gehalten! Ihr Lieblingsplatz ist neben der Aloe vera, Manfred bevorzugt einen Platz nah am Zaun, da hat er ein Guckloch und kann die Nachbarshühner ausspionieren, der alte Stratege. Später habe ich dann auch ein Schläfchen gehalten und Nina kam, um mir Gesellschaft zu leisten. Katzen sind schon toll!


5. Vitamintablette eingeworfen. Bei Erkältung kann man eh nix machen, als abwarten und von all den "Grippemedikamenten", die auch hier eifrig beworben werden, halte ich nichts. Ein kleiner Vitaminboost – zusätzlich zu meinem täglichen frischgepressten Orangensaft frisch vom Baum – ist schon das höchste der Gefühle. 


6. Zwei kleine Ananasse (?) kleingeschnippelt. Für Kuchen! Dabei stand ich unter scharfer Beobachtung, denn Manfred muss bei allem immer dabei sein. Hier sitzt er auf einem Hocker, der eigentlich unterm Tisch steht.



7. Auf die "Kochen"-Taste des Reiskochers gedrückt. Denn mein Kuchen wird nicht gebacken, sondern gedämpft. Unser Ofen ist einfach nur eine große Metallbox, die man auf den Herd stellt, aber der wird immer so heiß und ich bin eh nicht so ganz auf der Höhe – da ist der Reiskocher die sicherere Methode. Man tut einfach den Teig in den gefetteten Kochtopf und muss dann immer mal wieder auf "Kochen" drücken. Nach ungefähr 45 Minuten ist der Kuchen dann fertig. Da freu ich mich schon drauf!



1 Kommentar:

  1. Das ist ja eine spannende Art Kuchen zu backen 😀 So ohne Backofen hätte ich vermutlich ein Problem.
    Bei Katzen ist das schon herrlich: großer Zank in der einen Minute und kurz später lecken sie sich gegenseitig den Hintern ....
    Wünsche Dir schöne Feiertage!
    GLG Kerstin

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