Sonntag, 5. Juni 2016

Sieben Sachen #7


Auch an diesem Sonntag habe ich wieder Bilder von sieben Dingen gemacht, für die ich meine Hände gebraucht habe. Ob für fünf Minuten oder fünf Stunden, ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe. Die sieben Sachen werden bei Anita von Grinsestern gesammelt.


1. Beim Warten auf's Frühstückssüppchen in der Zeitung geblättert. Ja, der Tisch ist um einen Baum herum gebaut, an dem manchmal eine Eidechse heruntergekrabbelt kommt, oder ein Gecko. Das ist sehr schön und natürlich, heute wurde dafür nebenan der Müll verbrannt. Da schmeckt's doch gleich noch einmal so gut!


2. Hastig in der Tasche nach dem Telefon gekramt. Nämlich, um diese beiden Hübschen zu fotografieren. Rinder als Zugtiere, das sieht man in Deutschland nicht mehr. Hier allerdings auch immer seltener, die beiden hier waren zu Showzwecken unterwegs. Eine Ausnahme ist meine ehemalige Chefin vom FÖJ, die hat nämlich einen Zugochsen namens Konrad. 


3. Etiketten abgeschnitten. Nach dem Frühstück waren wir nämlich in einem 2nd-Hand-Shop, um ein paar Klamöttchen zu kaufen. Der Laden ist einfach wunderbar! Es gibt dort ein wildes Sammelsurium der tollsten Sachen, aber leider darf man keine Fotos machen. Mein heutiger Favorit war ein Strickpulli mit regenbogenfarbenen Streifen und Glitzer! Gekauft hab ich ihn nicht, dafür aber zwei kurze Hosen und zwei T-Shirts. Blöderweise darf man die Sachen weder probieren noch umtauschen und prompt war eine der Hosen zu klein. Gut, dass Arthurs Mama Schneiderin ist :)


4. Kaffee getrunken. Sonst gibt es Kaffee immer zu Hause, aber durch auswärts essen und Shopping ist das irgendwie in Vergessenheit geraten und auf einmal waren wir soooo müde, dass wir einfach irgendwo am Straßenrand angehalten haben. 


5. Ein Scheibchen vom Aloe-vera-Blatt abgeschnitten und damit diverse Wehwehchen betupft. Ich habe immer irgendwo einen aufgekratzten Mückenstich oder einen Ameisenbiss und außerdem Ausschlag von meinem leider nickelhaltigen Fake-Ehering, den ich schon seit einem halben Jahr nicht mehr trage. Ich hab schon alle möglichen Salben ausprobiert, nur Aloe vera noch nicht. Gut, dass ich etwa 50 Pflanzen davon in meinem Garten habe.


6. Gehäkelt. Eigentlich häkele ich grad einen Minion, aber mir fehlt noch schwarze Wolle für die Füße und da hab ich einfach mal ein Zweitprojekt begonnen: Eine Tasche für den eBook-Reader. Übrigens mit reparierter Häkelnadel! Das Tape von letzter Woche hielt nur 5 Minuten, darum hat Arthur die Nadel mit Zweikomponentenkleber geklebt. Das dürfte erstmal reichen.


7. Manfred ein Snackie überreicht. Er krabbelt immer halb an mir hoch, wenn er den Verschluss der Leckerchendose hört, schnappt sich das Snackie und hat damit ab. Manfred ist wieder vollkommen hergestellt und seine Wunde ist gut verheilt. Er benimmt sich nicht viel anders als vorher, hat aber einen unglaublichen Appetit entwickelt. Juhu!

Mein Abend wird nun mit etwas Häkeln und Scrubs-gucken ausklingen. Ausgeklungen ist auch der vielstimmige Gesang der Nachbarschaftsmoschee, die sich pünktlich zum Ramadan neue Lautsprecher besorgt hat. Vielleicht erzähle ich euch demnächst mal, wie der islamische Fastenmonat das tägliche Leben in Indonesien beeinflusst.

Bis dahin und eine schöne Woche an alle!



Kommentare:

  1. Ich finde deine Berichte immer so spannend - da krieg ich einen wutzi-Einblick in auswärtiges Leben, das es für mich nie geben wird (Bauernhof grüßt!). Am besten find' ich die Zugochsen - ich glaube, derartige Transportmittel würden unser Leben entschieden entschleunigen !!!

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    1. Ich freue mich auch immer über die vielen Einblicke in die Sonntage :) Die Rindviecher waren wirklich toll (und langsam), ich mag Kühe sehr! Auch wenn sie in der Landwirtschaft kaum mehr eingesetzt werden ist es doch toll, dass solche Traditionen nicht in Vergessenheit geraten.

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  2. Hm, ich komme mir gerade irgendwie so ignorant vor, wenn ich auf 7 Sachen aus Indonesien antworte, oah, wie plüschig der Kater ist! Aber isser halt. ;-)
    geckos und Eidechsen beim Frühstück fände ich auch ganz niedlich, aber die Müllverbrennung nebenan müsste ich natürlich auch nicht haben. Na ja, irgendwas ist immer!

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    1. Hihi, "irgendwas ist immer" ist fast schon mein Motto hier :) Auch mein Freund weiß schon Bescheid: Something is always!

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  3. Also einen Bericht zum Ramadan in Indonesien würde ich sehr interessant finden! Ich bin gerade ganz fasziniert von der Zeitung in der ich kein einziges Wort herleiten kann. Bei anderen Sprachen klappt das meistens ganz gut.
    Als Nachtrag zur letzten Woche: Die Krimisierie von Camilla Läckberg finde ich echt klasse und spannend geschrieben. Außerdem die Krimis von Nele Neuhaus. Vielleicht gibt es die ja in der Bibliothek.
    GLG Kerstin

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    1. Oh danke, von beiden Autorinnen gibt es so einige Bücher in der Anleihe und sie sind fast alle ausgeliehen. Kommen gleich mal auf meine Merkliste :)
      Ja, Indonesisch ist so ganz anders, es ist zwar nicht schwer, aber ich vergesse immer wieder die Vokabeln. Ein paar Worte kann man sich aber doch herleiten, die stammen nämlich aus Holland. Mein Lieblingswort ist "knalpot" für Auspuff!
      Liebe Grüße!

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