Montag, 9. Mai 2016

Montagsblog Nr. 12

Dieser Schmetterling ist eigentlich eine Motte und heißt Attacus atlas, der Atlasspinner oder auf indonesisch: kupu-kupu gajah (Gajah heißt "Elefant", das sagt doch schon alles). Es ist einer der größten Schmetterlinge überhaupt, jedenfalls wenn man nach der Flügelfläche geht. Auf dem Bild kann man es nicht so gut erkennen, aber dieses Exemplar war größer als meine Hand. Alle Vergleichsfotos waren leider ganz furchtbar verwackelt, weil er oder sie auch nicht so gerne stillhalten wollte.

Aber es war schon beeindruckend, dieses riesige Vieh in meiner Küche herumflattern zu sehen. Ich dachte erst, es wäre eine Fledermaus und die Katzen waren völlig aus dem Häuschen. Ein tolles Erlebnis! Ich hab das Flattertier dann in einem Nudelsieb gefangen und hinausbefördert. Gleich danach kam dann noch eine völlig wildgewordene Wespe herein, sauste um die Lampe herum und fiel dann in Ninas Wassernapf. Es war eindeutig der Abend der wildgewordenen Insekten :) Aber schön, wenn die beeindruckende Fauna Indonesiens einem in die Küche spaziert. Auf die Wespe hätte ich aber auch verzichten können, die sind so riesig hier und versetzen mich in leichte Panik. 

Gerade regnet es mal wieder, so ganz vorbei ist die Regenzeit leider noch nicht. Vorhin habe ich noch einmal ein bisschen den Frühling vermisst und dann ist mir plötzlich ein großer Pluspunkt eingefallen, an den ich vorher nicht gedacht habe und der eindeutig dafür spricht, den Frühling in den Tropen zu verbringen: Kein Heuschnupfen mehr! Wie konnte ich das nur vergessen?! Ich habe hier zwar dauernd irgendwelche merkwürdigen Bisse oder Stiche, aber dafür gibt es ja den Stichheiler und die Aloe vera im Garten und Fenistil ist auch noch da. Im Großen und Ganzen finde ich wesentlich erträglicher, als dauernd zu niesen.

Wo wir gerade bei Pflanzen sind: Gestern habe ich von der mir unbekannten Pflanze geschrieben, deren Wurzeln unsere Miezen in Ekstase versetzt. Eine kurze Googlesuche später weiß ich nun ihren Namen: Indische Nessel (Acalypha indica). Ist nicht giftig und wirkt stärker als Katzenminze. 

Letzte Woche habe ich noch ein wenig Heimat auf meine Mio kleben lassen. Schon interessant wie sich die Bedeutung meiner Geburtsstadt für mich verändert hat, seit ich Deutschland verlassen habe. Beim letzten Besuch im Februar habe ich mir im Souvenirshop einen Aufkleber mit der Silhouette Magdeburgs gekauft. Den hab ich zu einem kleinen Stickerladen gebracht und dort fachmännisch einscannen und vergrößern lassen. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen:




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