Freitag, 18. Dezember 2015

Ein Spaziergang mit PhotoWalks Jogja.

Am vergangenen Montag habe ich etwas getan, was ich schon ganz lange nicht mehr gemacht habe: Ich war spazieren. Aber nicht einfach so. Ich habe an einem Fotospaziergang mit PhotoWalks Jogja teilgenommen. Dahinter steckt eine Freundin von mir, die fotobegeisterte Menschen an interessante Orte hier in Yogyakarta führt, Orte, an die ein normaler Tourist wahrscheinlich nicht so einfach kommen würde (vom Zoo mal abgesehen). Mit PhotoWalks Jogja kann man zum Beispiel das Wasserschloss (Link englisch) erkunden oder die besondere Atmosphäre der ‚Kota Gede‘ (Link englisch)  entdecken. Am Montag spazierten wir durch das Kampung Sosromenduran, das mitten im Herzen von Yogyakarta an der belebten Jalan Malioboro (noch ein Link auf Englisch) liegt. Ringsherum befinden sich viele Hotels, Homestays und schnieke Batikboutiqen, aber nach wenigen Schritten in das „Dorf in der Stadt“ merkt man von dem Trubel „da draußen“ nichts mehr. Ein Kampung (auf deutsch: Dorf) ist oft sehr dicht besiedelt und die Menschen die darin wohnen bilden eine eigene Gemeinschaft mit ihren eigenen Regeln. Das alltägliche Leben spielt sich nicht in den Häusern ab wie bei uns, sondern auf den Gässchen und Straßen, die das Kampung durchziehen. Wäsche trocknet auf der Leine, Schulkinder kaufen in der Mittagspause einen traditionellen Snack, ein Mann bereitet Gorengan („Gebratenes“) zu, um es später zu verkaufen, jemand füttert Tauben (ich muss unbedingt noch einen Artikel über die Tauben schreiben!), kleine Kinder spähen schüchtern oder neugierig aus offenen Türen. Es ist ein bisschen, als liefe man durch ein open-air-Wohnzimmer. Und mit PhotoWalks Jogja kann man diese kleinen alltäglichen und für uns als Außenstehende so faszinierenden Momente einfangen und lernen, wie man das am besten anstellt.

Das Ziel des Kurses ist es, eine Fotoserie aus 12 Bildern zu kreieren. Man kann sich schon vorher ein Thema überlegen oder hinterher beim gemeinsamen Betrachten der Fotos die gelungensten Aufnahmen heraussuchen. Ich hatte am Anfang gar keinen Plan und habe einfach los fotografiert, je mehr Bilder man hat umso größer ist am Ende ja auch die Auswahl. Und als wir dann meine insgesamt 265 Fotos durchgesehen haben, haben sich wirklich einige als irgendwie besonders herausgestellt. Auch das Thema war plötzlich klar: Grundfarben. Wer hätte das gedacht? Ich jedenfalls nicht :)

Nach dem PhotoWalk habe ich mich auf einmal wie eine richtige Fotografin gefühlt und war von meinen tollen Bildern selbst ganz fasziniert. Ich werde jetzt sicher öfter mal die Kamera mitnehmen und konnte auch ein paar Hemmungen abbauen wenn es darum geht, (fremde) Menschen zu fotografieren. Und jetzt will ich euch meine Serie auch gar nicht länger vorenthalten. Allerdings zeige ich nur die Fotos, auf denen keine Menschen direkt erkennbar sind, denn ich weiß ja nicht, ob die das wollen. Als Ausgleich habe ich drei Bilder ausgewählt die es nicht in die Endauswahl geschafft haben, die ich aber trotzdem toll finde.



















Die Bilder, die jetzt kommen, gehören nicht zur Originalserie dazu, waren aber schon im Endausscheid! Das kleine Tierchen auf dem letzten Bild ist übrigens ein Musangbaby.









Ich schreibe diesen Artikel übrigens ganz für umsonst, weil ich die Idee des Fotospaziergangs so toll finde. Wenn es euch auch so geht, dann guckt doch mal auf die Homepage oder die Facebook-Page von PhotoWalks Jogja und lest euch die Bewertungen bei tripadvisor durch.


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