Donnerstag, 10. September 2015

Pantai Goa Cemara.

Am letzten Sonntag wollten wir mal wieder einen Ausflug machen. Die letzten Wochen waren wir beide sehr mit unseren Aufgaben beschäftigt. Gemeinsam mit ein paar Freunden hat Arthur lange auf die Eröffnung eines kleines Cafés hingearbeitet und das hat viel Zeit in Anspruch genommen. Und auch ich hatte zu tun, ich habe nämlich ein kleines StartUp vor. Das ganze Projekt ist wirklich noch nicht ausgereift und ich muss noch viel lernen, aber hoffentlich wird es in nicht allzu ferner Zukunft einen zweiten Blog geben. Worum es gehen wird? Bleibt dran, dann erfahrt ihr es :)

Nun war es also mal wieder Zeit für einen Sonntagsausflug! Es gibt hier in der Umgebung viele tolle Strände, unser Favorit ist ganz klar Pantai Krakal in Gunung Kidul, aber der ist einfach zu weit weg für einen kurzen Abstecher. Auch Parangtritis, der Strand Yogyakartas schlechthin hat uns nur wenig gelockt, wir waren da einfach schon so oft. Also fuhren wir an einen Strand ein kleines bisschen westlich von Parangtritis, ungefähr 30 km von unserem Haus entfernt. 



Zuerst peilten wir Pantai Baru (der neue Strand) an, aber dort war es voller anderer Ausflügler, die in riesigen Reisebussen angekarrt wurden. Schlimm. Wir wollten eigentlich zum Pantai Goa Cemara (Strand mit einer Höhle aus Kiefern), der eigentlich dort irgendwo sein sollte. Also machten wir uns auf zum nächsten Strand. Auch dort war es recht voll und wir ließen uns in einem kleinen Warung für eine Portion Lotek (im Palmwedelbeutelchen gedämpfter Reis mit Gemüse, Tempeh, Tofu und Erdnussoße) nieder. Danach erkundeten wir ein wenig die Umgebung, die vor allem aus Mini-Swimmingpools für die Kinder und Shrimps-Farmen bestand. Laut der Besitzerin des Warungs sollte die Höhle aus Kieferbäumen zwar nicht weit weg, doch sonntags ebenfalls sehr gut besucht sein. Darauf hatten wir keine Lust und gingen zurück zum Motorrad. Wir fuhren dann einfach so die Küstenstraße entlang und bogen schließlich in einen kleinen asphaltierten Weg ein, der viel zu klein für Reisebusse war. Und das war ein echter Glücksgriff, denn am Ende der Straße lag ein einsamer Strand mit einem kleinen Kiefernwäldchen. Es waren vielleicht zwanzig andere Leute da und es gab noch nicht mal jemanden, der etwas verkauft hat. Herrlich! Ein bisschen enttäuscht war ich aber doch, denn eigentlich wollte ich eine Kokosnuss trinken, das ist Tradition. Dafür gab es auf dem Rückweg dann aber einen starken Eiskaffee.

So richtig viel machen kann man an den meisten Stränden rings um Jogja nicht. Baden oder Surfen fallen wegen der starken Strömung flach. Man sollte hier nichts riskieren, es gibt keine richtige Küstenwache oder so, und gelegentlich verschwinden Leute einfach. Darum gibt es ja auch kleine Pools zum Plantschen für die Kinder. Muscheln oder Steine sammeln ist eine meiner Lieblingsbeschäftigungen am Meer. Aus Krakal habe ich schon kiloweise Korallen, Muscheln und Schneckenhäuser abtransportiert. Am Pantai Goa Cemara findet man leider nur angeschwemmten Müll, weil es vor der Küste keine Korallenriffe gibt.

Was kann man denn nun an so einem Strand machen, wenn die üblichen Strandaktivitäten ausfallen?

  • Eine Kokosnuss trinken. Leider gab es keinen Shop mit Blick aufs Meer und später dann gar keinen. Man kann aber die Kokosnuss auch im Warung kaufen, dort fachgerecht öffnen lassen (bitte ohne Zucker und Sirup!) und sich dann damit in den Sand setzen. Ich mache das nicht gern, weil es an den meisten Stränden kaum Schatten gibt. Manchmal gibt es Sonnenschirme, die man für wenig Geld ausleihen kann.
  • Ein Miniquad mieten und damit über den Strand heizen. Ist in Parangtritis noch viel beliebter, alternativ gibt es dort auch Pferde oder Kutschen.
  • Aufs Meer blicken, am Strand entlang schlendern und die frische, salzige, abgasfreie Luft genießen. 
  • An größeren Stränden an der gesamten Küste Zentraljavas gibt es natürlich auch frischen Fisch und Meeresfrüchte, die man mit nach Hause nehmen oder dort direkt verspeisen kann. Wer allerdings glaubt, dass es sich dabei um fangfrische Ware handelt, die lokale Fischer in tiefster Nacht von kleinen bunten Booten aus gefangen haben, der irrt. Der meiste Fisch kommt tiefgekühlt aus Semarang, also von der Nordküste Javas und vermutlich auch aus der industriellen Fischerei.
  • Und dann kann man natürlich Fotos machen! Ich habe endlich mal wieder die Spiegelreflexkamera mitgenommen und darum gibt es jetzt eine Menge schöner Bilder für euch!


Seeluft schnuppern.

Diese Rohre befördern Seewasser zu den Shrimps-Anlagen. Stellt euch also nerviges Pumpenmotorgeknatter im Hintergrund vor.

Da hinten sind die ganzen Leute.

Shrimpspool!


Ein tropisches Kiefernwäldchen.




Allein am Strand.

Angeschwemmte Zahnpastatube. 



Immer schön ein Tuch umbinden, damit kein Wind reinkommt.



Kommentare:

  1. Also ehrlich, dieses Foto hat schon Kalender-Niveau:
    https://2.bp.blogspot.com/-G7QBmlGqNnI/VfGnzKrl4RI/AAAAAAAABMo/RcAe-jvcE-c/s1600/IMG_7846.jpg

    Ach man bei dir ist's so schön warm! Hier ist schon Heizungs-Saison. Danke für dein Update. An dem Layout musst du noch arbeiten: Die Scrollleiste rechts ist von irgendeinem Ding verdeckt und wenn man auf die Bilder klickt und zurück will wartet man ewig (ein inlay-Popup wär titte! :)

    Liebe Grüße -- Basti

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke schön! Es macht echt Spaß, zur Abwechslung mal eine richtige Kamera zu benutzen und nicht nur das Telefon, gerade an so einem schönen Ort.
      Ja, mit dem Layout bin ich auch nicht zufrieden. Langfristig will ich mit dem Blog zu Wordpress umziehen und selbst hosten, da hat man viel mehr Vorteile und Möglichkeiten und es gibt viel tollere Layouts.
      Viele Grüße!

      Löschen
  2. Liebste Steffi,

    Ich wünsche dir auf einem ganz unkonventionellen Weg alles Liebe zum Geburtstag 🎉 🎂 🎁

    Ich hoffe du feierst heute schön und genießt den Tag in vollen Zügen ❤

    Auf diesem Weg wollte ich dir natürlich auch mitteilen, dass ich ein ganz fleißiger und regelmäßiger Leser deines kleinen feinen Blogs bin, wenn auch still.

    Liebste Grüße aus dem schönen Dresden 💞
    Yvonne

    AntwortenLöschen
  3. Danke schön, liebe Yvonne! Toll, dass du hier manchmal vorbeischaust, ich sollte auch wirklich mal wieder einen neuen Artikel schreiben :)

    Viele Grüße nach Dresden!

    AntwortenLöschen

Wenn ihr mir etwas sagen möchtet, eine Frage habt oder euch einfach nur mein Text gefallen habt, dann schreibt einen Kommentar. Danke schön!