Mittwoch, 22. April 2015

Gärtnern in Indonesien.

Als Gartenbauerin finde ich Pflanzen natürlich toll. Und gerade in einem tropischen Land hat man da ganz neue Möglichkeiten, man kann exotische Pflanzen das ganze Jahr über anbauen ohne dass sie im Winter eingehen. Dafür ist es vielen Kräutern die ich gerne mag hier einfach zu heiß.
Hinter unserm Haus ist ja ein kleines bisschen Platz, aber der Boden besteht zu etwa 80 Prozent aus Steinen und 5 Prozent Plastemüll, darum wachsen alle meine Pflänzchen bisher in Töpfen. Das hat einen weiteren Vorteil: Sie sind mobil. Unsere Nachbarin besitzt nämlich eine größere Herde nerviger, lauter und recht zerrupfter Hühner. Die marschieren den ganzen Tag herum und meistens in der Nähe unseres Hauses. Und sie essen auch gerne mal Kapuzinerkressesämlinge oder schmeißen Töpfe um. So haben sie zum Beispiel meinen Basilikum drastisch reduziert und die Paprikasaat komplett vernichtet. Darum trage ich derzeit meine Töpfe morgens raus und abends wieder rein. Ich habe Aubergine, Basilikum, Petersilie, Kapuzinerkresse, Kürbis, Guave, Limone und Erdbeeren ausgesät. Genau, Erdbeeren. Wer mich kennt weiß, dass Erdbeeren so ziemlich mein Lieblingsobst sind. Darum war der Sommer 2013 auch mit der glücklichste meines Lebens, weil ich mich täglich mit mehreren Kilo Erdbeeren vollstopfen konnte. Hier in Indonesien gibt es aber keine guten Erdbeeren. Die die es im Supermarkt gibt sind sauer und irgendwie gummiartig und wer einmal Mieze Schindler probiert hat, der kann solch aromaloses Zeug nicht akzeptieren. Darum habe ich auch Erdbeersamen mitgenommen und gestern ausgesät. Bisher ist also noch nicht viel passiert, aber das wird sich sicher bald ändern. Am tollsten wächst eigentlich die Kapuzinerkresse oder auch "the german flower", weil Kapuzinerkresse auf Englisch einen ziemlich doofen Namen hat - nose twister. Wir haben ja auch noch "the cool plant", das ist irgendein wucherndes rankendes Gewächs mit fantastischen Luftwurzeln, das wir mal am Wegesrand gezupft haben. Man kann es problemlos vermehren und wir versuchen damit gerade ein paar gespannte Drähte zu begrünen, damit die Nachbarn uns nicht mehr so gut sehen können. Auch Passionsblumen haben wir gepflanzt, die ist ja sonst immer recht schnell im Wachsen. 

Für die Zukunft habe ich noch weitere Pflanzenpläne: Katzenminze für den irren Manfred, Rosmarin und Oregano (muss endlich mal klappen!), Ananas, Kamille, noch mehr Kürbis. Und immer wenn wir irgendein Obst essen, pflanze ich die Kerne ein, einfach um zu sehen ob sie wachsen. Zwei Rambutanbäumchen hatte ich schon, aber dann kamen die Hühner. Auf Salak und Limone warte ich noch, aber drei Guavenpflänzchen sind schon da. Wenn dann noch die Erdbeeren wachsen, das wäre prima, denn Guave und Erdbeere passen perfekt zusammen.


Manfred ist jetzt ein großer Kater.

Nina chillt im Klo.

Zero Phase Geophysics Adventure!

Strandselfie
Ein Geckobaby fiel auf mein Bein.

Am Strand

Arthur hat Gnocchi gemacht!

So kriegt man seine Klamotten aus der Laundry wieder: Hübsch in Plastik eingepackt und nach Parfüm duftend.

Im Lieblings-Pecel-Lele. Das Plakat zeigt die verschiedenen Tiere, die man hier essen kann: Ayam (Huhn), Bebek (Ente), Lele (Katzenfisch), sowie Tahu (Tofu) und Tempe. Nicht abgebildet ist Terong (Aubergine), das esse ich immer.





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