Samstag, 18. Januar 2014

Fattening program? Läuft.


Über Weihnachten waren wir im Bromo-Nationalpark, der in Ostjava liegt. Am 23. Dezember sind Iris und ich mit dem Zug nach Surabaya gefahren, und haben den restlichen Tag in der tollen C2O-Bibliothek verbracht. Dort gab es sogar ein Bier für uns und wir haben Noëlle kennengelernt, der uns gleich angeboten hat, uns am nächsten Tag zum Busbahnhof zu bringen und der uns überhaupt sehr geholfen hat. Die Nacht konnten wir freundlicherweise bei einer Bekannten von Iris verbringen. Am nächsten Tag ging es dann mit dem Bus weiter nach Probolinggo, von dort bringen einen Minibusse hoch zum Bromo. Wir haben dort in der Busstation auch gleich die frühmorgendliche Jeeptour gebucht und dann haben wir mehrere Stunden auf den Bus gewartet. Dort hat mich dann leider die Kotzgrippe ereilt, das hat die Wartezeit etwas aufregender gemacht. Als der Bus endlich losfuhr, war dann das Gekotze zum Glück vorbei, wirklich zum Glück denn die Busfahrt war alles andere als gemütlich. In Bromo war es dann kälter als in Deutschland zu Heiligabend. Wir haben uns dort in einem Losmen (eine Art Pension) ein Zimmer genommen und sind gleich ins Bett gegangen, denn am nächsten Morgen holte uns unser Jeepfahrer, Mister Budi schon um halb vier ab. Warm eingemummelt düsten wir bergauf und wurden am Aussichtspunkt Gunung Penanjakan abgesetzt, gemeinsam mit hunderten fröhlichen Touristen auch. Vom herrlichen Sonnenaufgang war dann leider nicht sehr viel zu sehen und bald ging es weiter zum Bromo selbst. Man muss erst ein bisschen durch das Sandmeer wandern (wahlweise auch mit Pferd oder Motorbike), kann unterwegs Souvenirs und Essen kaufen und erklimmt dann rund 200 Stufen, um einen Blick in den Vulkankrater zu werfen. Das haben wir dann auch gemacht und schon ging es wieder zurück ins Losmen, wo wir aufs Bett und sofort in Tiefschlaf fielen. Später ging die Reise zurück nach Surabaya, dort holte uns freundlicherweise Papa Noëlle ab und brachte uns zu einem Homestay ganz in der Nähe vom Bahnhof. Wir holten dann noch ein Bungkus und kämpften mit der Klimaanlage, bevor schon wieder geschlafen wurde. Am nächsten Morgen brachte uns dann ein sehr kalter Zug (je besser die Klasse desto kälter die Klimaanlage) nach Hause ins warme Yogyakarta. Budi und Arthur holten uns ab und alles war schön.

Silvester war dann nicht ganz so aufregend. Während Iris und Budi mit undichtem Zelt zelten gingen, kurierte ich mich von einer Erkältung. Abends holte mich Arthur ab und nahm mich mit zu seiner Familie, ich wurde allen vorgestellt, bekam ganz viel Essen und sogar ein Bier. Um Mitternacht wünschten sich alle ein frohes neues Jahr, es wurde ein paar Knaller angezündet und dann lag ich auch schon wieder im Bett.

Unser Januar war dann besonders kulinarisch sehr aufregend. Neujahr begann gleich mit Bananenpancakes zum Frühstück, am Freitag nach Neujahr sind wir Pizza essen gegangen und letzten Sonntag war ich mit Iris im viavia essen, es gab Burger, Bier und Cheesecake, ein herrlicher Ausnahmetag! Auch zu Hause gibt es jetzt immer hochwertigeres Essen. In den letzten Monaten gab es meistens Reis/Kartoffeln/Spaghetti mit Gemüse/Kokosmilch/sowas-wie-Käse wenn wir zu Hause gekocht haben, aber seit gut zwei Wochen besitzen wir endlich einen Kühlschrank. Jetzt ist das Essen sicher vor Angriffen durch Mäuse und Ameisen und das Bungkus vom letzten Abend kann auch noch zum Frühstück gegessen werden. Und endlich können wir mehr frische Sachen einkaufen, Milch, Salat, Frischkäse, juhu! 
Gestern ging's dann richtig los, als wir den Ofen eines Freundes ausgeborgt haben und Arthur Brot gebacken hat. Wir haben extra echten Edamer gekauft und riesige, leckere Sandwiches gemacht. Wenn das so weitergeht, kann ich hoffentlich bald wieder meine Hosen ohne Gürtel tragen. 

Wenn wir mal nicht gegessen haben, dann waren wir im Froghouse, Iris und Budi haben im Prüfungskonzert von Antok (einem Freund aus Ethno) Djembe gespielt, ich habe Babykatzen betütelt (besonders mein Manfred ist der Hit!), einen Flug gebucht (mit Robert nach Bali, ich freu mich schon!), ich war bei einem Couchsurfingtreffen, habe eine Tasche genäht, meine Tür bemalt, die Meerschweinchen beobachtet und Geckos gezählt. Ich war auf einem Volkswagen-Treffen, leider abends und ohne Kamera. Es gab einige hundert herrliche alte Hippiebusse, ein paar neuere und sogar einen alten Polo. Mein persönliches Highlight war aber der gelbe VW-Kübelwagen vor mir an der Ampel mit noch original deutschem Kennzeichen. Aus Magdeburg!
Unser kleinstes Meerschwein ist spazieren gegangen, dabei verschwunden und wurde, als wir ihn schon im Magen des Nachbarshundes glaubten, nach einer Woche Camping hinterm Haus wieder eingefangen. Ich war zweimal im Norden unterwegs, habe mich verfahren und bin immer wieder am Flughafen rausgekommen, warum auch immer. Ich hatte viele verrückte Träume (der letzte war auf indonesisch) und herrliche Tage, es gibt Pläne und Ideen und ich genieße meine Zeit hier so sehr. Bald geht es auch wieder in der Uni los und ich freue mich schon wieder darauf.

Lasst es euch gut gehen und erfreut euch jetzt an tollen Bildern!

Auf nach Surabaya!
Kirche in Surabaya.
Bier in Surabaya.
Hubertus im Bus nach Probolinggo.
Hubertus kauft gleich ein Busticket.
Angst vor Hubertus.
Schlafende Leute I
Schlafende Leute II

Suchbild: Fuß. 
Der Sonnenaufgang findet hinter den Wolken statt.
Touristen am Aussichtspunkt.
Reitende.
Suchbild: Steffi.
Hier wird Edelweiß verkauft.

Blick in den Bromo.
Blick vom Bromo.
Manfred.
Sonnenuntergang.
Beim Frisör.
Wurstige Füße in neuen Sandalen.
Ich bin ja ganz durchsichtig!
  
Antok hat Prüfung.
Iris in Aktion.

Antok hat traditionelle und westliche Musikinstrumente in seiner Performance verbunden.

Burger, Bier, Kuchen.
Iris kann nicht zum Workshop kommen.
Kassetten im Froghouse.
Im Froghouse.
Im Froghouse.

Manfred.

Käse!

Brot!

Beweis: Der Käse kommt aus Holland.

Mmmmmmmmh!

Erstellung der Sandwiches.

Yeah!






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