Dienstag, 15. Oktober 2013

Something smart and stabil.

Seit letztem Freitag sind es nun schon zwei Wochen in Indonesien, aber es fühlt sich viel viel länger an. Mittlerweile fühle ich mich aber sehr angekommen hier und bin glücklich und dankbar, dass ich ein ganzes Jahr in diesem krassen Land verbringen kann und nicht nächste Woche schon wieder weg muss. Jetzt werde ich ein bisschen vom vergangenen Wochenende berichten:
Am Freitag hatte ich frei und habe mit Budi eine Steckdose in mein Zimmer gebaut. Bisher hatte ich meine Mückenlampe immer an einem Verlängerungskabel hängen. Budi hat auch gleich noch meine Tür fertig gebaut, denn bisher hatten unsere Zimmer keine. Dann kam Arthur vorbei, der am Abend vorher einen Motorradunfall hatte. Er meinte zwar, er sei noch in einem Stück, aber ein bisschen fertig sah er schon aus. Wir waren dann zusammen im Warung (da kann man essen) und haben für Budi ein Bungkus (Essen zum Mitnehmen) mitgebracht. Ich hatte Hubertus mit, weil ich gerade seine Wirkung auf Indonesier überprüfe. Meistens gucken sie nur komisch, als wüssten sie nicht, was in dem Gesicht jetzt anders ist, aber ein paar Jungs im Dorf waren die ersten, die die große Nase sehr lustig fanden. Na bitte :) 
Der Samstag war dann ein äußerst produktiver Tag. Eigentlich wollte ich mit Arthur zum Bengkel fahren und dort mein Motorrad checken, die Zündkerzen müssen gewechselt werden, das Öl auch, die Hupe geht nicht und der Motor kriegt zu wenig Luft. Aber dann haben Iris und ich angefangen, einen neuen Meerschweinkäfig zu bauen, um mal die Männer von den Frauen zu trennen. Dori ist nämlich schon wieder schwanger und acht Schweine sind genug. Budi hat währenddessen das Klo auseinandergenommen, um das Abflussrohr auszutauschen, mmmmmmh. Unser kaputtes Klo war in der ganzen letzten Woche ein wichtiges Thema, und oft musste man warten bis man in der Uni war oder wir sind mal abends zu Budis Schwester gefahren. Zwischendurch sind Iris und ich Essen holen gefahren und dann kam überraschend noch Ibnu vorbei und hat auch ein bisschen mitgebaut. Abends war dann alles fertig und wir haben aus Mango, Kokosnussmilch und Spirit von Arthur mit unserem neuen Mixer einen tollen Drink gemixt und den restlichen Abend damit verbracht. 
Eher ruhig war dann der Sonntag. Und gestern fiel die Uni überraschend aus, weil heute Opferfest, ein wichtiger muslimischer Feiertag ist. Während die ganze Nacht die Muezzins gesungen haben, haben wir unsere Türen bemalt, Efnu und Arthur waren da und dann gab es noch große Aufregung wegen einer sehr großen Spinne.
Und jetzt Fotos!

Leckeres Essen. 
Hubertus genießt einen Eistee.

August weiß, wo das Essen am besten ist.

Sonnenuntergang vor der Haustür.

Efnu spielt Gitarre.
Iris malt.

Steffi hat gemalt (unten und Mitte).



Der Grund nächtlicher Aufregung.

Kommentare:

  1. Hey Steffi, das was du da schreibst macht deine Eltern doch sicher etwas ängstlich, oder? Aber ich kann mir vorstellen, dass du da unheimlich viel Spaß hast, wenn ich nur lese, wie so deine Tage ablaufen. Die Kreativität, die ihr ausleben könnt sind zusammen mit euren Alltagsproblemen einfach eine geniale Quelle der Unterhaltung *g*

    Grüße aus Magdeburg :)

    PS: Dieser Hubertus kommt mir suspekt vor. Nimm Abstand von ihm. Ernsthaft.

    :)

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    1. Ach was, Hubertus ist cool! Und gefährliche Sachen passieren so gut wie gar nicht, die Spinne war nicht giftig und ich passe immer gut auf.
      Aber schön, dass du Spaß an meinen Geschichten hast :)

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